Partizipation als fortlaufender Prozess
Die Hauptstadt-Genossenschaft entwickelt ihr Wohnprojekt auf dem Viererfeld gemeinsam mit unterschiedlichen Menschen und Organisationen. Ihr Wissen, ihre Erfahrungen, Bedürfnisse und Ideen fliessen in die Entwicklung und den späteren Betrieb des Wohnprojekts ein. Ziel ist ein Wohnprojekt, das unterschiedliche Bedürfnisse aufnimmt und gemeinschaftliches, vielfältiges und inklusives Zusammenleben ermöglicht.
Verschiedene Perspektiven einbeziehen
Die rund 30 Gründungsmitglieder der Hauptstadt-Genossenschaft brachten vor allem in der Phase kurz nach der Gründung der Hauptstadt-Genossenschaft ihre Erfahrungen aus dem gemeinnützigen Wohnungsbau ein.
Auch interessierte Personen wurden früh in die Entwicklung einbezogen. 2021 fanden drei Partizipationsworkshops zu den Themen «Zusammenleben und Nachbarschaft», «gemeinsam genutzte Räume» sowie «unterschiedliche Wohnformen und Wohntypen» statt. Ergänzend konnten Interessierte ihre Vorstellungen vom guten Wohnen in Form von persönlichen «Wohngeschichten» einbringen.
Neue Wohnformen entwickeln
Mit dem Projekt «Visiwohnen» suchte die Hauptstadt-Genossenschaft gezielt Gruppen mit eigenen Wohnideen. Aus zwölf eingereichten Projekten wurden zwei Gruppen ausgewählt, mit denen die Hauptstadt-Genossenschaft eine Entwicklungspartnerschaft einging: «Queerbeet im Viererfeld» und «WAW! WohnAtelierWerkstätten». Ihre Ideen werden in die weitere Entwicklung des Wohnprojekts einbezogen.
Inklusives Wohnen
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf Wohnangeboten für Menschen, die auf dem regulären Wohnungsmarkt besondere Herausforderungen haben. Dazu arbeitet die Hauptstadt-Genossenschaft mit Organisationen aus dem Bereich des unterstützten Wohnens und Arbeitens zusammen.
Gespräche mit Fachpersonen und Besuche bei integrativen Wohnprojekten haben wichtige Erkenntnisse zu den Anforderungen an Wohnungen, Gemeinschaftsräume und die spätere Betriebsorganisation geliefert. Diese Erkenntnisse fliessen in die Planung und den Betrieb des Projekts ein.