Unser Bauprojekt im Viererfeld

Modell der drei Z-Bausteine der Hauptstadt-Genossenschaft

Die drei Z-Bausteine der Hauptstadt-Genossenschaft

Ein Zuhause für heute und morgen

Im Viererfeld entsteht ein Ort für unterschiedliche Menschen, Lebensformen und Generationen. Die drei Z-Bausteine der Hauptstadt-Genossenschaft verbinden vielfältigen, bezahlbaren Wohnraum mit Gemeinschaft und Nachhaltigkeit. Geplant sind knapp 200 Wohnungen unterschiedlichster Grösse sowie rund 1’500 Quadratmeter Gewerbe- und Quartiernutzungen für das gesamte Viererfeld. 

Nachhaltigkeit wird in den Z-Bausteinen ganzheitlich gedacht: ökologisch, sozial und wirtschaftlich. Eine klimagerechte Bauweise leistet einen Beitrag zum Netto-Null-Ziel. Gleichzeitig schaffen gemeinschaftliche Räume und die Mitwirkung der Bewohnerinnen und Bewohner die Voraussetzungen für Begegnung, Teilhabe und eine vielfältige Nachbarschaft. Mit der Anwendung der Kostenmiete entsteht langfristig zahlbarer Wohnraum, der unterschiedlichen Menschen und Haushaltsformen offensteht.

Vielfältige Nutzungen

Die Z-Bausteine schaffen vielfältigen und bezahlbaren Wohnraum für unterschiedliche Generationen, Haushalte und Lebensformen. Ein breiter Mix aus Wohnungsgrössen und -typen ermöglicht Familien, WGs, Einzelpersonen und neuartigen Familienformen passende Wohnangebote. Flexible Räume wie Jokerzimmer, Flexräume und Gemeinschaftsbereiche erweitern die privaten Wohnflächen.

Alle Wohnungen werden nach dem Prinzip der Kostenmiete vermietet und bleiben somit langfristig bezahlbar.

Ergänzt wird das Wohnangebot durch gemeinschaftliche Räume wie Waschsalons, Ateliers, Werkstätten und weitere flexibel nutzbare Räume. Im Erdgeschoss entstehen publikumsorientierte Nutzungen wie Bibliothek, Quartierraum mit Bistro, Retail und Gewerbe. Sie schaffen einen Ort, der über die Bewohnerschaft hinaus ins Quartier wirkt.

Grundriss Baufeld Z, Ebene Park & Hof

Aspekte der Nachhaltigkeit

Öklogische Nachhaltigkeit

Die Z-Bausteine werden ressourcenschonend, langlebig und anpassungsfähig geplant. Ein einfacher, hochwertiger Baustandard und robuste Konstruktionen ermöglichen eine lange Lebensdauer und lassen Raum für zukünftige Veränderungen. Klimagerechtes Bauen und ein niedriger Energie- und Ressourcenverbrauch leisten einen Beitrag zum Netto-Null-Ziel.

Die Wohnungen und gemeinschaftlichen Räume sind so konzipiert, dass sie sich veränderten Lebenssituationen und neuen Bedürfnissen anpassen können. Flexible Grundrisse und unterschiedlich nutzbare Räume ermöglichen es, Wohn- und Gemeinschaftsflächen über die Jahre neu zu kombinieren und zu nutzen – ohne aufwändige bauliche Eingriffe.

Ein besonderer Fokus liegt auf dem Hof als grüner Lebensraum. Begrünte und entsiegelte Flächen, Bäume, Sträucher und vielfältige Pflanzen schaffen Lebensräume für Mensch und Tier und fördern die Biodiversität. Regenwasser wird vor Ort zurückgehalten, gespeichert und möglichst wieder dem natürlichen Wasserkreislauf zugeführt. Die Begrünung und Verdunstung des Regenwassers wirken zudem der sommerlichen Hitze entgegen und schaffen ein angenehmes Mikroklima.

Soziale Nachhaltigkeit

Die Z-Bausteine sollen die Vielfalt der Berner Bevölkerung abbilden. Unterschiedliche Altersgruppen, Haushaltseinkommen und Bildungshintergründe sollen hier ebenso Platz finden wie verschiedene Haushalts- und Lebensformen. Auch Menschen, die auf dem Wohnungsmarkt benachteiligt werden, sollen Zugang zu langfristig bezahlbarem Wohnraum erhalten. Dafür arbeitet die Hauptstadt-Genossenschaft unter anderem mit Stiftungen zusammen und ist offen für eine Zusammenarbeit mit der Stadt Bern..

Gemeinschaft und Teilhabe sind weitere Pfeiler der sozialen Nachhaltigkeit. Gemeinschaftlich nutzbare Räume und attraktive Aussenbereiche schaffen Orte für Begegnung und Austausch. Zukünftige Bewohnerinnen und Bewohner können bereits in der Planung ihre Bedürfnisse einbringen, Kontakte knüpfen und ihr künftiges Zuhause mitgestalten. Auch im späteren Betrieb sollen sie bestimmte Bereiche selbstorganisiert mitgestalten können.

Ökonomische Nachhaltigkeit

Die Hauptstadtgenossenschaft möchte ihren Mitgliedern langfristig günstigen (Wohn-)raum zur Verfügung stellen. Deshalb bestimmen Zielvorgaben für die Miete die Planung und den Bau («Design to cost»-Ansatz). Trotzdem werden die Erstellungskosten hoch ausfallen. Grund dafür sind insbesondere die hohen Anforderungen an Nachhaltigkeit und Energieeffizienz, die über die gesetzlichen Vorgaben hinausgehen.

Die HGB vermietet nach dem Prinzip der Kostenmiete. Dadurch steht nicht die Rendite, sondern die langfristige Sicherung von bezahlbarem Wohnraum im Zentrum. Zwar werden die Mieten bei diesen anspruchsvollen Neubauten voraussichtlich höher ausfallen, als es sich die Hauptstadt-Genossenschaft wünscht. Die Kostenmiete schafft jedoch die Voraussetzung dafür, dass die Mieten langfristig unter das Niveau des allgemeinen Mietmarkts zu liegen kommen.

Wohnungstypen und -formen

Vielfalt ist Programm: Die Z-Bausteine bieten unterschiedliche Wohnungsgrössen und -typen für verschiedene Lebensphasen und Haushaltsformen. Vom Mikro-Co-Living und der Kleinwohnung über mittelgrosse und grosse Wohnungen bis hin zu Gross-WGs und Clusterwohnungen entsteht ein abwechslungsreicher Wohnungsmix.

Die Wohnungen sind so konzipiert, dass sie flexibel genutzt und an unterschiedliche Lebenssituationen angepasst werden können. Einzelpersonen, WGs, Paare und unterschiedliche Familienformen sollen passende Wohnangebote finden. Wo sich Bedürfnisse verändern, ermöglichen Jokerzimmer, Schaltzimmer und weitere gemeinschaftlich nutzbare Räume zusätzliche Flexibilität.

Mit einer durchschnittlichen Wohnfläche von maximal 36 m² pro Person inklusive Gemeinschaftsflächen wird zudem ein ressourcenschonender Umgang mit Wohnfläche angestrebt. Gemeinschaftliche Angebote ergänzen die privaten Flächen und schaffen zusätzlichen Raum für die Bewohnenden.

Unsere Planungsteams

Die Hauptstadt-Genossenschaft arbeitet für ihre drei Z-Bausteine mit folgenden Architekturteams zusammen:

  • Z1: Studio DIA GmbH
  • Z2: ZARGE 2 Camponovo Baumgartner + Blättler Heinzer Architektur 
  • Z3: ARGE Arcollage – Futurafrosch – Sonja Huber Architektur

Gesamtleitung Architektur: Caretta Weidmann, Baumanagement

Arbeitssitzung der Planerinnen und Planer: Ein Teil der Planungskommission der Hauptstadt-Genossenschaft mit einigen Vertreter:innen der Architekturteams (Foto: Carmela Odoni)
Detailaufnahme des Modells für das Z1-Gebäude (Foto: Carmela Odoni)